| Eine Biersommelière über Biersorten und Bierverkostungen |
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| Sonntag, den 13. Februar 2011 um 10:16 Uhr |
Schokobier und WeizenbockBier ist gleich Bier - von wegen! Bierexpertin Sandra Strobel klärt auf. Bei kaum einem anderen Getränk gibt es derart viele Variationen. Von Altbier über Bock, Pils und Weizen bis zum Zwickel reichen die traditionellen Biersorten. Aber auch ungewöhnliche Geschmackskompositionen wie Schoko-, Mango- oder Kaffeebier finden sich auf dem Markt. Der Kombinationswut scheinen hier keine Grenzen gesetzt. Auch wenn traditionelle Biertrinker beim Schokobier wohl instinktiv die Nase rümpfen, haben auch diese Sorten ihre Daseinsberechtigung, weiß Sandra Strobel, Deutschlands erste Ernährungswissenschaftlerin, die an der Doemens Akademie eine Ausbildung zur Biersommelière absolvierte. Sie ist eine ausgewiesene Ernährungsexpertin und konzentriert sich auf das deutsche Kultgetränk Bier. Sie berät Gäste, Gastronomen und Unternehmen zur richtigen Bierauswahl, den gesundheitlichen Auswirkungen des Bierkonsums und vermittelt allerlei Wissen rund ums Bier. 14 Biersorten an einem Abend Besonders beliebt sind Bierverkostungen, ähnlich organisiert wie Weinproben (hier gehts zu Artikel "Der Weinflüsterer"). Dort werden neben den traditionellen Biersorten auch aromatisierte Biere ausgeschenkt. 10 – 14 verschiedene Biere sind das pro Abend und Person – davon einige Sorten klassisch traditionell, andere gewagt experimentell. Damit keiner betrunken die Veranstaltung verlässt, wird pro Sorte nur 0,1 Liter pro Person ausgeschenkt. Besonders die außergewöhnlichen Geschmackskompositionen polarisieren das Publikum: „Klar müssen Verbraucher an neue Sorten wie Schokobier behutsam heran geführt werden. Von selber würden sie es zuhause nicht ausprobieren.“ Bier zum Nachtisch Strobel stellt hier auch immer wieder deutliche Geschmacksvorlieben zwischen den Geschlechtern fest. „Männer sind tendenziell eher in der bitteren Richtung unterwegs, während Frauen malzaromatische Biersorten bevorzugen.“ Bier und Nachtisch passen nicht zusammen? Hier widersprich Strobel deutlich: „Bier passt zu allem: Zum Nachtisch, zum deftigen Essen oder auch zu einem leichten Salat. Es muss nur das richtige Bier ausgewählt werden.“ Die Qual der Wahl So passt zum Beispiel Schwarzbier gut zu Kaffee und schokoladigen Nachspeisen. Einen Weizenbock empfiehlt Strobel zu Kaiserschmarrn, Pfirsichdessert oder Früchtekuchen. Bei deftigen Speisen greift der Kenner dann eher zum intensiv schmeckenden Rauchbier. „Die Kunst besteht genau darin, das richtige Bier zur Speise zu wählen. Es darf den Geschmack des Essens nicht überlagern, es muss ihn unterstützen.“ Na denn: Prost! Quelle: www.zeitjung.de |